Begriffe im Zusammenhang mit Grasbonsai
KUSAMONO Kusa = Grass, mono = Ding
Gepflanzt wird eine Pflanze oder mehrere. Kombinationen von Gräsern mit blühenden Pflanzen können sehr reizvolle Effekte hervorbringen.
Als Pflanzgefässe dienen hier auch grössere Keramikschalen, Steine, Bambusrohre, Wurzelstöcke, Keramikscherben, alte Ziegel, Glasgefässe etc.
Bevor Kusamono in irgendeiner Form präsentiert, ausgestellt wird, sind alle braunen Halme sorgfältig zu entfernen. Die Erdoberfläche ist entweder mit Moos oder mit feinem Kies abzudecken.
KOKEDAMA Koke = Moos, dama = Ball
Aus Akadama und Ketotsuchi formt man unter Zugabe von Wasser einen Ball. Die Pflanze wird in diese Mischung gespflanzt und zum Abschluss wird rundherum Moos appliziert. Das ist der "Quick and Dirty Way" zum Kusamono. Das Produkt Kokedama kann aber bereits zu Beginn recht ansprechend aussehen.
SHITAKUSA Shita = unten, kusa = Gras
Damit sind Pflanzen gemeint (eigentliche Beistellpflanzen), die mit einem Bonsai oder einem Suiseki in der Tokonoma präsentiert werden. Sie müssen in die Gesamtkomposition passen: passend zur Art des Bonsai, passend zum verwendeten Rollbild, passend zur Jahreszeit.

NEARAI Ne = Wurzel, arai = gewaschen, ausgewaschen
Die Pflanzen werden vorerst in einer Schale kultiviert. Wenn die Schale gut durchwurzelt ist, nimmt man die Pflanze aus der Schale und stellt sie auf eine Keramikplatte. In dieser Form wird sie dann weiterkultiviert. Mit der Zeit wird sich auch auf der Seite Moos ansiedeln. Im Gegensatz zu Kokedama braucht es hier ein bisschen mehr Zeit bis zum "fertigen" Produkt. Vorteil: als Nearai kultiviert, muss nicht mehr umgetopft werden!